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What Ever Happened to Baby Jane? (US 1962)

Was geschah wirklich mit Baby Jane? (DE 1962)


Genre      Drama / Horror / Thriller
Regie    Robert Aldrich ... 
Buch    Henry Farrell ... novel
Lukas Heller ... screenplay
Produktion    Robert Aldrich ... 
Darsteller    Bette Davis ... 
Joan Crawford ... 
Victor Buono ... 
[noch 4 weitere Einträge]
 
Agent wonderwalt
 
Wertungen18
Durchschnitt
7.50 
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DVD-Erscheinungstermin:
10.11.2006



5 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

namecaps1
17.07.2008 14:26 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 17.07.2008 um 14:55
@ZordanBodiak: Danke dir für den Hinweis! Korrekt, hab ich bei der Recherche nicht weiter aufgepasst und war unterdurchschnittlich sorgfältig (auf wienerisch: das "flinke" G'schau). Also, richtig(er): Davis *hat* zwei Oscars gewonnen und war für zehn nominiert - und für zehn weitere "Filmpreise", wie die imdb den Sammelbegriff "nominations" für insgesamt zwanzig Nominierungen für Oscar, Cannes, Berlin, Venedig (usw.) verwirrenderweise verwendet, woraus sich dieser etwas minderwertige Kommentar nachvollziehen lässt bei ausreichender Neigung zur Akribie.

Nur nebenbei, IMHO denk ich ist es auch bei "nur" zehn Nominierungen für den ansonsten wie jeden anderen durchaus kritisierbaren Oscarpreis beachtlich, ebendiese trotz allem erhalten zu haben.
Ähnlich auch bei Crawford, welche wieder "nur" einen Oscar gewann, und dazu für weitere zwei O. bzw. für weitere "n " Filmpreise nominiert war.

Nur eine kleine Anmerkung am Rand; mir selbst gings net darum, wer wieviele Oscars gewonnen hatte sondern darum, dass eine Preisträgerin von der anderen nix hält und nix Besseres zu tun hatte diese auch noch zeit ihrer Karriere mieszumachen. Wer ansonsten wie oft den Oscar bekommen hat ist mir an sich wie du dir das sicher schon gedacht hattest eher wurst in Relation zu wer aller ihn nicht erhalten hat sich das aber IMHO wohl längst verdient hätte. Oder, Zordan? ;-)
ZordanBodiak
17.07.2008 14:04 Uhr - Letzte Änderung: 17.07.2008 um 14:04
Ich weiß zwar nicht, woher Du die Oscar-Nominierungszahl hast, ABER diese sind schlichtweg falsch. Meryl Streep ist die führende Schauspielerin mit 14 Oscar-Nominierungen [10x Hauptdarstellerin], dann kommt Katharine Hepburn mit 12 Nominierungen [alle als Hauptdarstellerin] und auf Platz 3 folgt schließlich Bette Davis mit 10 Nominierungen [ebenso alle als Hauptdarstellerin]. Joan Crawford hingegen kommt neben ihrem Gewinn für "Mildred Pierce" nur noch auf zwei weitere Nominierungen.
Das aber nur am Rande!
namecaps1
17.07.2008 13:45 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 17.07.2008 um 14:25
Bette Davis wurde zu Recht für den Oscar für ihr Porträt der "Baby Jane" nominiert. Die Diva wurde von Regisseur Robert Aldrich im Herbst ihrer Karriere wohl genötigt in dieser Rolle mit bzw. eher gegen Joan Crawford zu spielen.

Denn die Davis konnte die Crawford Zeit ihres Lebens nicht ausstehen, was sie sogar in ihrer Biographie für erwähnenswert hielt. Sie war für sie eine völlig untalentierte Rivalin. Naja, das sagt sich leicht, wenn man zwei Oscars hat und für zwanzig [!!!] nominiert wurde über eine Kollegin, die "nur" einen gewann und es auf immerhin fünf Nominierungen brachte..

Aber zurück zum Film. Darum geht's (bin so frei und übernehme einfach Moonshades sehr treffliche Zusammenfassung von der Partnerseite ofdb):
"Der ehemalige Vaudeville-Star Baby Jane Hudson (Bette Davis) ist inzwischen alt, versoffen und ziemlich verrückt geworden, sieht aber keine dieser drei Tatsachen ein. Sie lebt zusammen mit ihrer an den Rollstuhl gefesselten Schwester Blanche (Joan Crawford), die eine gefeierte Schauspielerin war.


SPOILER ab hier
Als Blanche ihr Haus verkaufen will, sperrt Jane sie ein und beginnt sie zu terrorisieren, da sie immer noch von einem großen Comeback träumt. Um Blanche vor der Außenwelt versteckt zu halten, schreckt sie auch vor Mord nicht zurück..."
Spoiler Ende.


Sehr geschickt nutzt Aldrich die Antipathien seiner beiden Hauptdarstellerinnen aus. Zumal ein Meister des Schwarzweißfilms versteht er es, zur Geschichte eines Niedergangs intensive und wirkungsvolle Bilder zu erzeugen. Von der ersten Szene an spürt man die Spannung zwischen den beiden Diven, die weit über das Setup der Story hinausgeht. Ein großer und beklemmender Film, der IMHO auch heute noch etwas unterschätzt wird und den ich nicht nur meinen Freunden hier uneingeschränkt ans Herz legen will. Wohlfeil auf DVD dank SZ Cinemathek.
NUR DIE RUHE
28.01.2008 19:52 Uhr / Wertung: 5
Da ich ältere Filme in s/w meist nicht besonders mag, gefiel mir dieser recht gut. Was die Figuren zum Teil machen, kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber zum Schreien agieren sie nicht; dafür ist es eben gut gespielt. Vor allem für die damalige Zeit war der Film bitterböse und doch irgendwie Terror/Horror ohne "richtige Monster".
KeyzerSoze
06.12.2006 07:19 Uhr / Wertung: 8
Was für ein herrlich böser Film! Das er gelingt, liegt nicht nur an der guten Vorlage und der minimalistischen Inszenierung Aldrichs, sondern vor allem an dem wirklich beeindruckenden Spiel seiner beiden Hauptdarstellerin, wobei Bette Davis eine der besten weiblichen Filmbösewichte aller Zeiten portraitiert und diesen Part wirklich genüsslich ausleben und der Zuschauer sie dafür umso mehr hassen darf. Und gerade dieser Punkt wird durch sein, meiner Meinung nach, überraschende Ende noch einmal aufgewertet und den Zuschauer nochmal richtig auf den Magen schlägt. Ein toller Film mit zwei großartigen Hauptdarstellerinnen, die hier einen perfekten Kleinkrieg abliefern. Zurecht ein hochgelobter Klassiker.

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